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Betreff: Pressemitteilung - Performance im Stadtarchiv Dresden
Pressemitteilung
3. November 2026
PM
Sysie/Kni/Lk
Performance im Stadtarchiv Dresden
SLOP - Nach einer Recherche zur DDR-Aktionskunst der
Auto-Perforations-Artisten
Am Donnerstag, 12. November 2026, um 19 Uhr ist im Stadtarchiv Dresden,
Elisabeth-Boer-Straße 1, die Performance ?SLOP ? Nach einer Recherche zur
DDR-Aktionskunst der Auto-Perforations-Artisten? zu erleben. Die
Vorstellung verbindet Tanz, Theater, Musik und Bildende Kunst und wird in
deutscher und englischer Sprache aufgeführt. Sie ist für Personen ab 16
Jahren geeignet.
?Slop? ist das US-amerikanische Wort des Jahres 2025. Es bedeutet
ursprünglich Schlamm, Nassmüll oder Fraß und wird heute im Zusammenhang
mit massenhaft KI-generiertem Internet-Schrott verwendet.
Ausgangspunkt der Performance ist die Künstlergruppe der
Auto-Perforations-Artisten, die von 1982 bis 1992 aktiv war. Ausgehend von
den Bildkulturen im neuen digitalen Zeitalter erforscht die Performance
SLOP die Beziehung zur radikalen, animalischen Kunst der
Auto-Perforations-Artisten. Vorbei an Verboten besetzten sie in den 1980er
Jahren im beschaulichen Dresden die Nische der Aktionskunst. Fernab vom
sozialistischen Realismus und der Staatskultur der DDR schufen sie durch
das Ausloten der eigenen Körpergrenzen subversive Bilder des Widerstands.
Inspiriert von Archivmaterial und Gesprächen mit den Künstlerinnen und
Künstlern von damals sowie der Flut an Webinhalten von heute fragt SLOP:
Was kann uns überhaupt noch herausfordern? Welche Bilder können wir
erzeugen, in einer Zeit, in der Sichtbarkeit, digitale Performance und
Selbstoptimierung zur Währung geworden sind?
Anstoß für das Projekt war die Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken
der Dresdner Galeristin und Kunstvermittlerin Claudia Reichardt
(1962?2021), genannt Wanda. Sie war eine Wegbegleiterin der
Auto-Perforations-Artisten. Das Stadtarchiv widmet ihr bis zum 29. Januar
2027 die Ausstellung ?Wanda, Villa und der Wandel?. Sie gab den Anstoß,
sich mit Dresdens Vergangenheit, der DDR und den Themen Aktionskunst,
Kunstfreiheit, Körpergrenzen und Risiko auseinanderzusetzen und aus den
Rechercheergebnissen eine Tanzvorstellung zu entwickeln.
Caroline Beach, Eva Jaekel, Josef Panda und Casey Ouzounis haben die
Inszenierung entwickelt. Sie entstand in Kooperation mit dem
Societaetstheater, dem Stadtarchiv Dresden und der Hochschule für Bildende
Künste Dresden. Mit der Performance war das Societaetstheater bereits Gast
im Kunsthaus Dresden/robotron-Kantine.
Die Performance SLOP wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus
Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Außerdem wird diese Maßnahme mitfinanziert durch Steuermittel auf der
Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes und durch
das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden.
Tickets erhalten Interessierte über das Societaetstheater für 15 Euro,
Ermäßigungsberechtigte zahlen zehn Euro.
Weitere Informationen:
www.societaetstheater.de/veranstaltung/slop
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