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Betreff: 80. Jahrestag: Leipzig gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus
Die Stadt Leipzig informiert:
80. Jahrestag: Leipzig gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus
Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des KZ Auschwitz zum 80. Mal. Die
Stadt Leipzig lädt anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an
die Opfer des Nationalsozialismus, gleichzeitig Holocaustgedenktag der
Vereinten Nationen, zu mehreren Veranstaltungen ein.
Am Denkmal ?Geschlagener? (Schwanenteich Goethestraße) wird um 10 Uhr der
Opfer der Sinti und Roma gedacht. Oberbürgermeister Burkhard Jung begrüßt
die Gäste der Gedenkveranstaltung. Gjulner Sejdi, Vorsitzender des Romano
Sumnal e.V., wird sich gemeinsam mit dem jungen Mitglied des Vereins,
David Leonardo Herl, Schicksalen der deportierten und ermordeten Sinti und
Roma aus Leipzig widmen.
11 Uhr schließt sich die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt am Denkmal
des ?Massakers von Abtnaundorf? (Theklaer Straße/Höhe Heiterblickstraße)
an. Nach der Gedenkrede von Oberbürgermeister Burkhard Jung werden Anja
Kruse, Gedenkstätte für Zwangsarbeit in Leipzig, und Dr. Günter Schmidt,
Leiter der ehrenamtlichen Arbeitsgruppe Gedenk- und Totenbuch der Stadt,
das Wort an die Anwesenden richten. Mit der Kranzniederlegung und einer
Schweigeminute endet die Veranstaltung am Mahnmal, die musikalisch durch
den Chor der Max-Klinger-Schule umrahmt wird.
Für die Fahrt nach Abtnaundorf und zurück zum Neuen Rathaus stellt die
Stadt kostenfrei Busse bereit. Diese starten 10:30 Uhr am Busparkplatz in
der Goethestraße (Höhe Schwanenteich), die Rückfahrt endet am Neuen
Rathaus.
Zurück im Neuen Rathaus wird 12:15 Uhr der ermordeten Stadtverordneten an
der Erinnerungstafel in der Oberen Wandelhalle gedacht. Die traditionelle
Ausstellung anlässlich des Gedenktages, die 12:30 Uhr im Stadtbüro
(Burgplatz, Zugang über Markgrafenstraße 3) eröffnet wird, widmet sich in
diesem Jahr den europäischen Roma. Unter dem Titel ?HinterFragen. Sinti
und Roma ? Eine Minderheit zwischen Verfolgung und Selbstbestimmung? zeigt
die vom Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
konzipierte Schau 14 Infopanels, die nicht nur historische Informationen
vermitteln, sondern exemplarisch die vielfältigen Selbstorganisationen
skizzieren sowie Angeho?rige der Minderheit porträtieren. Kernthemen sind
Antiziganismus und Verfolgung, aber auch Selbstbestimmung und der lange
Kampf um Anerkennung. Die Tafeln laden zum Dialog und zur
Auseinandersetzung mit dem vielfältigen Themenspektrum ein und regen
Diskussionen an. Die Ausstellung ist bis zum 19. Februar im Stadtbüro
(Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 13 bis18 Uhr, Freitag von 13
bis 15 Uhr) zu sehen. +++