Fördermittel für mehr Barrierefreiheit im Landkreis

Unterstützung für barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen sowie Maßnahmen in öffentlichen Einrichtungen wie Zugängen, Sanitäranlagen und Höranlagen

Im Landkreis stehen mehrere Fördermöglichkeiten zur Verfügung, um Barrieren im öffentlichen und privaten Bereich abzubauen. Nach Angaben des Landkreises ist eine barrierefrei gestaltete Umgebung für viele Menschen von großer Bedeutung und zugleich für alle Nutzerinnen und Nutzer ein spürbarer Komfortgewinn.

Förderung für barrierefreien Ausbau

Für den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen können Kommunen finanzielle Unterstützung über die Förderrichtlinie Öffentlicher Personennahverkehr (FRL ÖPNV) sowie über den Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen erhalten. Gefördert werden dabei unter anderem erhöhte Busborde, taktile Leitsysteme für Menschen mit Sehbehinderungen sowie weitere Maßnahmen, die einen sicheren und selbstständigen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr ermöglichen.

Landrat Michael Geisler verweist darauf, dass Barrierefreiheit nicht nur im öffentlichen Personennahverkehr eine grundlegende Voraussetzung für gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe sei. Deshalb könne auch das Investitionsförderprogramm „Barrierefreies Bauen – Lieblingsplätze für alle“ gezielt zum Abbau von Barrieren genutzt werden.

Unterstützung für öffentliche Einrichtungen

Die Förderung richtet sich an Betreiber und Eigentümer öffentlicher Einrichtungen, die sich für mehr Barrierefreiheit einsetzen. Gefördert werden unter anderem der Bau von Rampen, barrierefreie Zugänge und Sanitäranlagen sowie die Anschaffung von Höranlagen und Tastmodellen.

Die Beauftragte für Inklusion und die Belange von Menschen mit Behinderung, Lydia Schmid, sieht weiterhin großen Handlungsbedarf. Jede barrierefreie Haltestelle sei ein wichtiger Schritt zu mehr Inklusion und gleichberechtigter Teilhabe. Kommunen sollen nach ihrer Einschätzung ermutigt werden, Fördermöglichkeiten zu nutzen und den Ausbau der Barrierefreiheit voranzutreiben.

Beispiele aus dem Landkreis

Als Beispiele für bereits umgesetzte Projekte nennt die Mitteilung den barrierefreien Spielplatz in Uttewalde, die Aufstiegshilfen für den Reitsport in Obercarsdorf, die Audio-Guides in Leichter Sprache auf der Festung Königstein sowie den Schwimmbadlifter im Freibad in Berggießhübel.

Informationen zum Förderprogramm „Lieblingsplätze für alle“ sind unter https://www.landratsamt-pirna.de/barrierefreies-bauen.html abrufbar.

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