Burgberg Eilenburg: Baugrund bis in 30 Meter Tiefe untersucht

Neue Untersuchungen sollen Aussagen zum Schichtenaufbau und zur Standsicherheit des Osthangs ermöglichen

Am Osthang des Burgbergs in Eilenburg haben vom 20. bis 24. Juli 2026 Baugrunduntersuchungen stattgefunden. Sie sollen die geologische Situation präzisieren und weitere Aussagen über den Schichtenaufbau ermöglichen.

Bohrungen am Osthang und auf dem Plateau

Im Bereich der Böschung und in der Mühlstraße wurden Kleinrammbohrungen beziehungsweise Rammkernsondierungen eingesetzt. In der Mühlstraße war dafür an einem Einsatztag eine halbseitige Sperrung nötig; der Durchgangsverkehr blieb nach Angaben der Stadt jederzeit möglich.

Auf dem Plateau des Burgbergs erfolgte eine Großbohrung bis in etwa 30 Meter Tiefe.

Messungen seit dem Erdrutsch 2011

Seit der Sanierung des vom Erdrutsch 2011 betroffenen Teilbereichs am Osthang der Mühlstraße gibt es Messpunkte für jährliche Inklinometermessungen. Damit werden Veränderungen gegenüber dem Vorjahr festgestellt. Im Zuge früherer Sanierungen wurden unter anderem Erdnägel und Erdnetze als Sicherungsmaßnahmen eingesetzt.

Mit den Ergebnissen der aktuellen Baugrunduntersuchung soll ein Standsicherheitsnachweis für den vorhandenen Zustand des Hanges möglich werden. Die Stadt will die Ergebnisse später in einem weiteren Bericht veröffentlichen.

Prüfintervall wird bewertet

Die Ergebnisse sollen außerdem bei der Prüfung helfen, ob die Messungen weiterhin jährlich stattfinden müssen oder wegen der konstanten Werte der vergangenen Jahre und steigender Kosten künftig ein zweijähriger Turnus ausreicht.

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