Neues Wohnquartier in Leipzig geplant

Sozialer Wohnungsbau und Denkmalerhalt in Neu-Lindenau sollen 2025 starten

Von Redaktion Leipzig

Die Stadt Leipzig plant in Zusammenarbeit mit der LEWO AG ein neues Wohnquartier auf der Brachfläche der ehemaligen „Leipziger Jute-Spinnerei & Weberei“ in Neu-Lindenau. Die Fläche, auf der später auch „VEB Texafol“ produzierte, liegt seit Jahren brach. Nun soll an diesem Standort dringend benötigter Wohnraum, insbesondere im Bereich des sozialen Wohnungsbaus, geschaffen werden.

Städtebaulicher Vertrag als Grundlage

Ein zentrales Element der Entwicklung ist der vorgesehene städtebauliche Vertrag zwischen der Stadt Leipzig und der LEWO AG. Dieser Vertrag soll die künftige Nutzung des Geländes mit den denkmalgeschützten Produktionshallen regeln. Noch muss der Verwaltungsausschuss des Stadtrates dem Vertrag zustimmen, bevor er wirksam werden kann. Die Wirksamkeit wiederum ist Voraussetzung für den abschließenden Beschluss des Bebauungsplans Nr. 410 „Lützner Straße/Karl-Heine-Kanal“, der voraussichtlich im September 2025 erfolgen soll.

Wohnen, Erschließung und Vernetzung

Das neue Quartier soll nicht nur durch Neubauten ergänzt werden, sondern auch durch die Entwicklung neuer Fuß- und Radwegeverbindungen, die eine bessere Vernetzung mit den angrenzenden Stadtteilen ermöglichen. Laut Mitteilung ist besonders der Ausbau des sozialen Wohnungsbaus ein zentrales Ziel, um dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum entgegenzuwirken und zugleich die Lebensqualität im Viertel zu erhöhen.

  • Sozialer Wohnungsbau im Fokus
  • Erhalt und Integration denkmalgeschützter Produktionshallen
  • Neue Rad- und Fußwege zur Quartiersvernetzung
  • Maßnahmen für Begrünung und Artenschutz
  • Vertragliche Verpflichtungen und Artenschutz

    Im Rahmen des städtebaulichen Vertrags übernimmt die LEWO AG als Vorhabenträger mehrere Verpflichtungen. Neben der inneren und äußeren Erschließung des Areals sind Maßnahmen für attraktiven Grünraum und den Artenschutz Bestandteil. Auch die Einhaltung mietpreisgebundener Wohnungen wird vertraglich festgelegt. Die Vertragserfüllung wird durch eine Sicherheitsleistung gegenüber der Stadt Leipzig abgesichert.

    Beteiligung und weitere Schritte

    Der Bebauungsplan für das Areal wurde bereits zu Beginn des vergangenen Jahres öffentlich ausgelegt. Stellungnahmen aus der Bevölkerung und von Interessensgruppen sind in die laufende Planung eingeflossen. Die finale Entscheidung über den Bebauungsplan steht jedoch noch aus und wird nach aktuellem Stand erst im kommenden Jahr erwartet.

    Ansprechpartner für Nachfragen

    Mit dem geplanten Wohnquartier auf dem ehemaligen Industriegelände setzt Leipzig ein Zeichen für nachhaltige Stadtentwicklung – für mehr Wohnraum, bessere Vernetzung und den Erhalt historischer Bausubstanz. Die kommenden Monate werden zeigen, wie zügig das ambitionierte Projekt voranschreitet.

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