Kreistag Meißen beschließt Resolution zum Beruflichen Gymnasium in Riesa

Kreistag Meißen verabschiedete am 24. September 2026 eine Resolution gegen die geplante Aufhebung des Beruflichen Gymnasiums in Riesa.

Von Redaktion LK Meißen1 Min. Lesezeit

Der Kreistag des Landkreises Meißen hat am 24. September 2026 eine Resolution zum Erhalt des Beruflichen Gymnasiums am Beruflichen Schulzentrum für Technik und Wirtschaft Riesa verabschiedet. In der Erklärung wenden sich die Mitglieder des Kreistags gegen die im Arbeitsentwurf des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus vorgesehene Aufhebung der Schulart am Standort Riesa.

Nach Angaben aus der Resolution unterstützt der Kreistag die Haltung von Landrat Ralf Hänsel und fordert das Staatsministerium auf, die Aufhebung nicht in den Anhörungsentwurf aufzunehmen. Unterzeichnet wurde das Papier in Meißen unter anderem von Vertretern der CDU-Fraktion, der AfD-Fraktion, der Fraktion Freie Wähler/FDP, der Fraktion Bündnis Sahra Wagenknecht, der Fraktion SPD, der Gruppe FREIE SACHSEN sowie von Landrat Ralf Hänsel.

Als Begründung verweisen die Unterzeichnenden darauf, dass am Beruflichen Schulzentrum für Technik und Wirtschaft Riesa seit den 1990er Jahren erfolgreich Abitur abgelegt wird. Das Berufliche Gymnasium mit den Fachrichtungen Technikwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften passe zu den Schwerpunkten der Region und solle erhalten bleiben.

In der Resolution heißt es weiter, die Vorgaben zur Mindestschülerzahl würden in Riesa „durchgängig um mehr als das Zweifache“ überschritten. Auch ein öffentliches Bedürfnis sei damit zweifellos nachgewiesen. Die Teilschulnetzplanung verstoße „offensichtlich“ gegen gesetzliche Regelungen, außerdem gebe es auch in anderen Landkreisen Doppelangebote. Mit der geplanten Aufhebung werde das Ziel einer Schulnetzplanung verfehlt, ein regional ausgeglichenes und unter zumutbaren Bedingungen erreichbares Bildungsangebot zu schaffen.

Die möglichen Ausweichstandorte Oschatz und Meißen seien wegen der Wegezeiten „keine echte Alternative“. Für viele Betroffene bedeute das faktisch einen Angebotsverlust, heißt es in der Erklärung. Der Kreistag verknüpft den Erhalt des Beruflichen Gymnasiums zudem mit dem Ziel, gleiche Bildungschancen im ländlichen Raum zu sichern und Riesa als wichtigen Industrie- und Hochschulstandort zu stärken.

Die Resolution wurde in dieser Woche dem Sächsischen Ministerpräsidenten, dem Sächsischen Staatsminister für Kultus sowie den Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis Meißen übermittelt.

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