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Bilderreise in die Vergangenheit: Buchvorstellung von Reinhard F. Gusky aus Saalfeld

„Bilderreise in die Vergangenheit“ im Sutton Verlag mit 86 Seiten und acht Kapiteln über Ansichten, Fotos und Literatur aus der Heimat

Von Redaktion LK Saalfeld-Rudolstadt26.08.26, 07:55

Der Saalfelder Autor Reinhard F. Gusky hat Landrat Marko Wolfram und Bürgermeister Dr. Steffen Kania sein neues Buch über seine frühere Heimatstadt vorgestellt. Die Präsentation fand am Freitag, 21. August, statt. Das 86 Seiten starke Werk ist im Sutton Verlag erschienen.

Gusky, 1944 in Ranis geboren und seit 1982 in Naumburg lebend, sammelt seit Jahrzehnten Ansichtskarten, Fotos und Literatur über Saalfeld. Aus dieser Sammlung ist nach Angaben der Stadt eine Bilderreise in die Vergangenheit entstanden, die der Autor als späte Liebeserklärung an seine Heimat bezeichnet. Bis 1955 lebte er in Saalfeld und besuchte die Geschwister-Scholl-Schule.

Nach einem Wohnungstausch der Mutter zog die Familie in den DDR-Bezirk Halle. Gusky erinnerte in diesem Zusammenhang an eine Kontrolle an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Seine Mutter hatte in Franken Porzellan aus Thüringen gegen Salzheringe getauscht und sei auf der Rückreise erwischt worden. Eine spätere Wanderung mit Freunden im Grenzgebiet habe zudem mit einer Haftstrafe in Bitterfeld geendet.

1981 reiste Gusky in die Bundesrepublik aus und arbeitete bei Opel in Bochum. Dort habe ihn der Austausch mit Kollegen zu großen Ansichtskartenbörsen in Düsseldorf, Essen und Köln geführt. Diese Begegnungen gaben schließlich den Anstoß für die nun erschienene Publikation.

Inhalte des Buches

Der Bildband ist in acht Kapitel gegliedert. Er beginnt mit historischen Stichen und behandelt die Zeit von 1650 bis 1890. Weitere Kapitel beziehen auch die Umgebung Saalfelds ein. Eigene Abschnitte widmen sich den Feengrotten sowie bedeutenden Wirtschaftsbetrieben. Zu sehen sind unter anderem alte Aufnahmen der Mauxion-Werksgemeinschaft bei Aufmärschen am 1. Mai 1934 und 1935.

Ein weiteres Kapitel behandelt Hotels, Gaststätten und Vereine. Außerdem enthält das Buch einen Abschnitt über die Besuche des Leipziger Künstlers Max Klinger, der von 1910 bis 1920 beim Saalfelder Töpfermeister Alfred Matthes arbeitete. Die letzten beiden Kapitel befassen sich mit den Edelmetallen Silber und Gold sowie mit dem Schiefer, der als das „blaue Gold“ bezeichnet wird.

Landrat und Bürgermeister dankten dem Autor für seine Recherche und die Einblicke in die Stadtgeschichte. Nach ihren Worten fügt die historische Bilderreise den Publikationen über Saalfeld eine weitere interessante und sehenswerte Facette hinzu. Das Buch ist im örtlichen Buchhandel erhältlich.

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Steffen Kania.
Steffen Kania.Foto: Peter Lahann

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