Weißwasser plant rund 230 Kita-Plätze bis 2028 abzubauen

Weißwasser/O.L. plant, bis Juli 2028 rund 230 Kita-Plätze abzubauen. Welche Standorte betroffen sein könnten, ist noch offen.

Von Redaktion Weißwasser/Oberlausitz1 Min. Lesezeit

Weißwasser/O.L. will die Betreuungskapazitäten in den Kindertageseinrichtungen bis zum 31. Juli 2028 um rund 230 Plätze verringern. Ein erstes Konzept dazu hat die Stadtverwaltung den Stadträten und den Trägern der Einrichtungen vorgelegt. Welche Standorte betroffen sein könnten, ist noch offen.

Sinkende Kinderzahlen, hohe Fixkosten

Die Zahl der Kinder unter sechs Jahren in Weißwasser soll nach der regionalen Bevölkerungsvorausberechnung von derzeit rund 600 auf weniger als 420 im Jahr 2035 zurückgehen. Im September 2026 gab es in den Einrichtungen 688 Vorhalteplätze, von denen 212 frei waren. Das entspricht einer Leerstandsquote von 31 Prozent.

Die Stadt begründet die geplante Konzentration auch mit der Kostenentwicklung: Wenn die Kinderzahlen sinken, die Betriebskosten aber nahezu gleich bleiben, würden die Platzkosten je Kind und damit die Elternbeiträge unverhältnismäßig steigen. Eine Verringerung der Plätze an allen sieben Standorten ohne Schließungen biete nach Einschätzung der Verwaltung keinen gangbaren Einspareffekt und löse den Sanierungsstau nicht.

Standortauswahl ist noch offen

Welche Einrichtungen geschlossen werden könnten, soll anhand mehrerer Kriterien geprüft werden. Dazu zählen Einsparziele, Belegung, pädagogisches Konzept, Lage, baulicher Zustand und möglicher Sanierungsaufwand sowie die Trägervielfalt. Weitere mögliche Kriterien und ihre Gewichtung werden mit Stadträten, sachkundigen Einwohnern und den Trägern besprochen.

Die Verwaltung plant einen Vorlauf von eineinhalb Jahren bis zu möglichen Schließungen im Sommer 2028. Die durch die Konzentration frei werdenden Mittel sollen ab 2028 in den Erhalt und die Modernisierung der verbleibenden Standorte fließen.

In der Stadtratssitzung am 28. Oktober äußerten sich Leitungen und Mitarbeitende der Kita „Waldwichtel“ und der evangelischen Kita. Die Stadt teilte mit, sie habe Anliegen und Bedenken aufgenommen, werde sie prüfen und öffentlich Rückmeldungen geben. Über konkrete Schließungen ist mit dem vorgelegten Konzept noch nicht entschieden.

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