Neuntklässler aus vier Oberschulen lernen WTH in Werdauer Werkstätten

Neuntklässler aus vier Oberschulen verlegen WTH-Unterricht in bsw-Werkstätten in Werdau und sammeln Praxis in fünf Berufsfeldern.

Von Redaktion Werdau1 Min. Lesezeit

Neuntklässlerinnen und Neuntklässler aus vier Oberschulen in Südwestsachsen verlegen ihren Unterricht im Fach Wirtschaft-Technik-Hauswirtschaft/Soziales (WTH) mit Beginn des Schuljahres 2026/2027 ganz oder teilweise in die Werkstätten des Bildungswerks der Sächsischen Wirtschaft (bsw) in Werdau. Der Praxisunterricht ist Teil des regulären Unterrichts an den teilnehmenden Schulen.

Fünf Berufsfelder und unterschiedliche Zeitangaben

Die Presseinformation nennt zur Dauer des Projekts unterschiedliche Angaben: Ein Abschnitt spricht von insgesamt 15 Praxistagen, an denen alle Schülerinnen und Schüler die fünf Berufsfelder Metall-, Elektro-, Holz- und Farbtechnik sowie Hauswirtschaft und Gastronomie (HOGA) kennenlernen. Ein weiterer Abschnitt nennt 16 ganztägige Unterrichtstage im Zweiwochenrhythmus. Auch ein Drittel Fachtheorie und zwei Drittel Fachpraxis werden als Verhältnis angegeben. Wie diese Angaben zueinander stehen, bleibt offen.

Unter Anleitung erfahrener Ausbilderinnen und Ausbilder fertigen die Jugendlichen Werkstücke an, bauen elektrische Stromkreise auf und übernehmen hauswirtschaftliche Aufgaben. In der Metalltechnik entsteht ein Bausatz für ein eigenes PKW-Modell, das anschließend montiert und in Betrieb genommen wird. In der Holztechnik bauen die Schülerinnen und Schüler einen Carport, der im Elektromodul mit Beleuchtung ausgestattet wird. Zu den Aufgaben im Bereich HOGA zählen das Eindecken einer festlichen Tafel, die Zubereitung von Speisen und die Wäschepflege.

Praxisleistungen zählen für die Benotung

Zum Unterricht gehören auch fachtheoretische Unterweisungen, etwa zu Materialkunde, technischen Dokumentationen, Arbeitsabläufen und Bearbeitungsverfahren. Die Jugendlichen sollen schulisches Wissen, unter anderem aus Mathematik und den Naturwissenschaften, praktisch anwenden. Ausführungsqualität und Arbeitsfortschritt werden bewertet und fließen in die Benotung ein.

Nach Angaben des bsw wurde das Modellprojekt gemeinsam mit Schulen, Schulverwaltung und Wirtschaft vorbereitet. Dabei ging es unter anderem um die Anerkennung als regulärer Unterricht, die Finanzierung und den Schülertransport. Finanziert und gesteuert wird das Projekt vom Arbeitgeberverband SACHSENMETALL e.V., regionalen Unternehmen und dem Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft. Für das Schuljahr 2027/2028 ist geplant, den Praxisunterricht auch an weiteren sächsischen Standorten einzuführen.

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