Grimma beschließt Umbau des „Teletubbylands“ und neue Stadionbezeichnung

Der Grimmaer Stadtrat beschloss die Neugestaltung des „Teletubbylands“, Förderregeln für private Bauvorhaben in Nerchau und den Namen Shtjefni-Arena.

Von Redaktion Grimma2 Min. Lesezeit
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Der Grimmaer Stadtrat hat mehrere Vorhaben beschlossen: Die Freizeitachse „Teletubbyland“ soll umgestaltet werden, das Stadion im Husaren-Sportpark erhält den Namen „Shtjefni-Arena im Husaren-Sportpark Grimma“. Zudem legte der Rat Förderregeln für private Baumaßnahmen in der Ortsmitte Nerchau fest.

Neue Angebote im „Teletubbyland“ geplant

Die Freizeitachse an der Leipziger Straße und der Weingartener Straße soll erneuert und erweitert werden. Vorgesehen sind unter anderem Verbesserungen am Basketballfeld, Bolzplatz, an der Skatefläche und am Verkehrsübungsplatz. Hinzukommen sollen ein Spielplatz, ein Calisthenicsbereich, ein Frisbee-Parcours und Graffitiwände. Ziel ist ein Freizeitort für alle Generationen.

Die Kosten für die Maßnahme betragen rund 2.079.200 Euro. Davon sollen 1.871.280 Euro durch Fördermittel gedeckt werden; der städtische Eigenanteil liegt bei 207.920 Euro.

Förderung privater Gebäude in Nerchau

Im Fördergebiet „Ortsmitte Nerchau“ können private Eigentümer Unterstützung für Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten sowie für Rückbauvorhaben erhalten. Bei Maßnahmen, die mit der abschließenden Sanierung der äußeren Gebäudehülle enden, kann eine Pauschale von höchstens 25 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben vereinbart werden. Pro Gebäude ist die Förderung auf 60.000 Euro begrenzt.

Voraussetzung ist ein Weiterleitungsvertrag mit der Stadt, der vor Baubeginn geschlossen werden muss. Für das Gesamtprogramm wurden für den Zeitraum 2026 bis 2040 zuwendungsfähige Ausgaben von 14.995.500 Euro beantragt. Daraus ergibt sich ein möglicher Finanzrahmen von Bund und Land von bis zu 9.997.000 Euro. Der voraussichtliche kommunale Eigenanteil von jährlich 20.000 Euro soll in die Haushaltsplanungen von 2027 bis 2040 aufgenommen werden.

Stadion wird „Shtjefni-Arena“

Das Stadion im Husaren-Sportpark an der Lausicker Straße soll künftig „Shtjefni-Arena im Husaren-Sportpark Grimma“ heißen. Anlass ist ein neuer Hauptsponsor des FC Grimma. Der Sponsoringvertrag soll über fünf Jahre laufen und eine Verlängerungsoption enthalten.

Planung an der „Neuen Muldenbrücke“ beschlossen

Der Stadtrat billigte die Abwägung der Stellungnahmen zur 1. Änderung der 1. Teiländerung des vorzeitigen Bebauungsplans Nr. 3 „Neue Muldenbrücke“ und beschloss die Änderung als Satzung. Die Verwaltung soll den Bebauungsplan beim Landratsamt Landkreis Leipzig zur Genehmigung einreichen. Die Finanzierung übernimmt der Vorhabenträger.

Mit der Änderung sollen am Volkshausplatz neben einer öffentlichen Toilettenanlage auch gastronomische Nutzungen sowie Büro- und Praxisräume ermöglicht werden. Die dauerhafte Vorhaltung und öffentliche Zugänglichkeit einer Toilettenanlage soll verbindlich mit dem Grundstückseigentümer beziehungsweise Investor vereinbart werden. Eine Sicherung des öffentlichen WCs im vorhandenen Gebäude ist nicht vorgesehen. Der Bebauungsplan tritt nach ortsüblicher Bekanntmachung der Genehmigung in Kraft.

Weitere Beschlüsse

Der Stadtrat erkannte für Stadträtin Anke Irma Lehmann (Fraktion „AfD“) einen wichtigen Grund zur Beendigung ihres Mandats an. Lehmann hatte mitgeteilt, dass private Veränderungen es ihr künftig unmöglich machten, das Ehrenamt mit dem erforderlichen Zeitaufwand und der gebotenen Sorgfalt auszuüben.

Außerdem hob der Rat einen Beschluss aus dem Jahr 2025 zur Änderung der Gemarkungs- und Gemeindegrenzen in der Ortslage Großbothen auf. Die „Muldenvereinigung“ soll weiterhin auf dem Gemarkungsgebiet Sermuth und damit im Gebiet der Stadt Colditz liegen. Im Verfahren der Ländlichen Neuordnung Großbothen stimmte Grimma zugleich einer Gemeindegrenzveränderung zu, durch die sich das Stadtgebiet um etwa 0,24 Hektar verkleinert.

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