Dresdens Steuereinnahmen steigen – der Haushalt bleibt unter Druck

Dresdens Gewerbesteuer dürfte höher ausfallen als im Mai geschätzt. Oberbürgermeister Dirk Hilbert hält trotz knapper Finanzen an der Haushaltskonsolidierung fest.

Von Redaktionsteam Dresden1 Min. Lesezeit
Taschenrechner und neutrale Unterlagen auf einem Schreibtisch. KI-Symbolbild.

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Die Gewerbesteuereinnahmen Dresdens werden in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich höher ausfallen als noch in der Steuerschätzung vom Mai angenommen. Einen größeren finanziellen Spielraum für die Stadt sieht Oberbürgermeister Dirk Hilbert dadurch jedoch nicht: Die Finanzplanung weise auch mit dem geplanten Haushaltsstrukturkonzept weiterhin ein deutliches Minus aus.

Hilbert informierte den Finanzausschuss am Montag, 2. November 2026, über die Novembersteuerschätzung. An der im Haushaltsentwurf vorgelegten Konsolidierung wolle er festhalten. Selbst bei vollständiger Umsetzung des Haushaltsstrukturkonzeptes bleibe in der mittelfristigen Finanzplanung ein deutliches Minus bei der städtischen Liquidität.

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sollen demnach in den kommenden fünf Jahren tendenziell über der Mai-Prognose liegen. Für 2027 und 2028 könnten diese Mehreinnahmen den Haushalt nach Einschätzung der Stadt aber nur ansatzweise entlasten.

Bei den Schlüsselzuweisungen des Freistaates Sachsen erwartet Dresden ein uneinheitliches Bild: Für die beiden kommenden Jahre zeichnet sich eine leichte Steigerung ab. 2029 und 2030 dürften die Zuweisungen wegen negativer Abrechnungsbeträge dagegen zurückgehen und unter den im Verwaltungsentwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 angenommenen Werten liegen.

Hilbert hält deshalb an der Haushaltskonsolidierung fest. Zugleich fordert er, dass der Bund die Kommunen bei den Sozialausgaben entlastet.

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