Zittau reicht Bewerbung für Landesgartenschau 2032 ein

Zittau hat seine Bewerbung um die Sächsische Landesgartenschau 2032 fristgerecht beim zuständigen sächsischen Staatsministerium eingereicht. Der Freistaat prüft nun die Unterlagen. Die Entscheidung, welche Bewerberstadt den Zuschlag erhält, soll noch in diesem Jahr fallen.
Bestehende Orte neu nutzen
Unter dem Leitbild „GreenZitty“ verbindet die Stadt die Gartenschau mit einer langfristigen, nachhaltigen und wirtschaftlich zukunftsfähigen Entwicklung. Das Ausstellungskonzept „Lost & Found“ stellt das Wiederentdecken und die neue Nutzung vorhandener Orte in den Mittelpunkt: historische Stadträume, ehemalige Industrieflächen, Brachen, Grünanlagen und Gewässerräume. Sie sollen aufgewertet, miteinander verbunden und langfristig für die Menschen nutzbar gemacht werden.
Die Bewerbung sieht gärtnerisch anspruchsvolle und für Besucherinnen und Besucher eindrucksvolle Schauflächen vor. Zugleich soll die Gartenschau zeigen, wie öffentliche Räume besser auf Hitze, Trockenheit und Starkregen vorbereitet werden können und wie Wasser, Grün und bauliche Strukturen sinnvoll zusammenspielen.
Das Konzept umfasst vier räumliche Schwerpunkte: die historische Innenstadt mit dem Grünen Ring (GreenCity), den Hochschulstandort (GreenCampus), die Entwicklung eines nachhaltigen Gewerbestandorts in Zittau-Ost (GreenWork) und das Mandautal (GreenRiver) als verbindenden Grün- und Gewässerraum. Auch Zittaus Lage im Dreiländereck Deutschland–Polen–Tschechien soll eine Rolle spielen: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und der Austausch mit den Nachbarregionen sind Teil der Bewerbung.
Forschung und Innovation im Stadtraum
Zittau will Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen einbeziehen. Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung sollen in praktische Anwendungen einfließen. Innovative Lösungen für Klimaanpassung, nachhaltige Flächennutzung und ressourcenschonendes Wirtschaften sollen im Stadtraum erlebbar werden. Zudem sollen sie mit Blick auf eine spätere wirtschaftliche Nutzung weiterentwickelt werden.
Das Kuratorium zur Landesgartenschau 2032 bekräftigte bei seiner zweiten Sitzung am 24. Oktober 2026 seine Unterstützung für die Bewerbung. Die Mitglieder sehen neben einer Entwicklungschance für Zittau auch das Potenzial, das Format der Landesgartenschau um neue Perspektiven auf Klimaanpassung, Stadtentwicklung, Wissenschaft und wirtschaftliche Innovation zu erweitern. Das von Oberbürgermeister Thomas Zenker berufene Gremium begleitet den Bewerbungsprozess beratend und unterstützt die Vernetzung regionaler und überregionaler Partner.
Langfristiger Nutzen als Ziel
Die Bewerbung versteht die Landesgartenschau als Teil einer langfristigen Entwicklungsstrategie. Vorgesehene Investitionen sollen möglichst dauerhaft wirken und der Stadtgesellschaft auch nach dem Veranstaltungsjahr nutzen. Als Voraussetzungen nennt die Stadt sorgfältige Planung, tragfähige Finanzierungsmodelle und eine Priorisierung kommunaler Vorhaben.
Grundlage der Bewerbung ist ein Beschluss des Zittauer Stadtrates vom 3. September 2026. Vorausgegangen waren konzeptionelle Untersuchungen, eine Machbarkeitsstudie und die Zusammenarbeit mit Fachleuten aus Stadtentwicklung, Landschaftsarchitektur, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung.
Ein früherer Bericht über den Kauf des früheren Phänomen/ROBUR-Geländes am Bahnhofexterner Link, öffnet ein neues Fenster ordnet ein mögliches Areal für die Landesgartenschau ein.
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